„Es droht ein massives Verkehrschaos“

Veranstaltung der Freien Demokraten zur B35/B294 / Grün-schwarze Landesregierung muss Initiative zeigen

bauschlott9Bei der Veranstaltung der Freien Demokraten in Neulingen-Bauschlott konnten u.a. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal) und Oberbürgermeister Martin Wolff (Bretten) begrüßt werden. (Fotos: Simon Ohlig)

Bretten/Neulingen. Die Freien Demokraten in der Region engagieren sich weiterhin massiv für einen Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur auf der Achse Bruchsal – Bretten – Bauschlott/Neulingen – Pforzheim (B35/B294). Dies wurde bei einer Veranstaltung der FDP zum Bundesverkehrswegeplan 2030 mit rund 90 Zuhörern Ende September 2016 in Bauschlott deutlich. Dabei referierten FDP-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Erik Schweickert (Enzkreis) und FDP- Regionalverbandsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Wahlkreis Karlsruhe-Land). Auch Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal), Oberbürgermeister Martin Wolff (Bretten) und Michael Schmidt (Neulingen) konnten als Gäste begrüßt werden.

bauschlott2FDP-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Erik Schweickert (l.) und FDP-Regionalverbandsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung sprachen in Bauschlott über den notwendigen Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur in der Region.

„Die B35 und B294 sind schon jetzt je nach Tageszeit und sonstigem Verkehrsaufkommen (Baustellen, Unfälle) Ersatz-Autobahnen“, sagte Christian Jung in seinem Referat. Die baden-württembergische Landesregierung müsse bezüglich der Achsenplanung endlich aktiv werden, da in den kommenden Jahren ein „massives Verkehrschaos“ drohe. „Bisher sind leider keine koordinierenden Aktivitäten feststellbar. Wie wir vor kurzem bei der Vollversammlung des Regionalverbandes erfahren haben, fehlen zudem Mitarbeiter und Ingenieursleistungen beim Regierungspräsidium Karlsruhe für die notwendigen Planungen“, betonte Jung. Er erwartet auch deshalb von verschiedenen amtierenden Abgeordneten „mehr Aktivitäten für die Infrastruktur“. Bei der B35 in Bruchsal kommt für ihn nur noch eine „Tunnellösung“ in Betracht. Die Umgehungen von Bretten und Bauschlott können nach seiner Meinung am schnellsten realisiert werden (15-25 Jahre). Trotzdem sei eine abgestimmte Achsenplanung notwendig, weil Einzelmaßnahmen nur bedingt sinnvoll seien. „„Es droht ein massives Verkehrschaos““ weiterlesen

An Büchig vorbei wird es keine Bruchsaler B35-Umgehung geben!

IMG_20160804_112641970Freie Demokraten beenden „Gespenster-Debatte“
FDP-Regionalversammlungsmitglied Christian Jung stellt klar: „An Büchig vorbei wird es keine Bruchsaler B35-Umgehung geben!“

Bretten-Büchig. Die Freien Demokraten in Bretten und dem Landkreis sprechen sich für eine sofortige Beendigung der „Gespenster-Debatte“ um die eventuelle Bruchsaler Nordost-Umgehung mit Tunnel- und Brückenbauwerken aus. „An Bretten-Büchig vorbei wird es keine B35-Bundesstraße-Umgehung geben! Eine mögliche Nordost-Umgehung der B35 von Bruchsal aus muss direkt an das „Karlsruher-Dreieck“ bei Bretten angeschlossen werden. Eine Variante über Büchig macht schon als Planungsidee überhaupt keinen Sinn“, sagte FDP-Regionalversammlungsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung am Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin in Büchig. Im Gespräch mit Ortsvorsteher Uve Vollers und Bürgern stellte Jung fest, dass weitere „Diskussionen über die B35 und Büchig“ deshalb planungstechnisch keinen Sinn machten und sofort beendet werden sollten. Nun gelte es gemeinsam, eine Achsenplanung für die B35/B294 zwischen Bruchsal – Bretten – Bauschlott (Neulingen) – Pforzheim zu entwickeln und zu beginnen. Dabei seien auch die grün-schwarze Landesregierung und die betroffenen Kommunen, Bürgermeister und Gemeinderäte gefordert, aktiv zu werden und gemeinsame Ziele der Verkehrsplanung zu definieren.

„Gespenster-Planungsdebatte“ um Umgehungsstraßen der B35/B294 sofort beenden

LKWFreie Demokraten kritisieren Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff für unnötige Verunsicherungen / Landtagsanfrage der FDP sorgt für Klarheit

Bretten/Bruchsal. „Ich bin sehr entsetzt, mit welcher Unkenntnis in Bezug auf Planungsfragen teilweise argumentiert wird“, sagte FDP-Regionalversammlungsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung nach den Äußerungen des Brettener Oberbürgermeisters Martin Wolff zu der Ablehnung der Bruchsaler B35-Ostumfahrung durch den Bruchsaler Gemeinderat. „Es handelt sich um eine komplette Gespensterdebatte. Es wird keine Umgehungsstraße an Büchig vorbei nach Bretten gebaut, das macht planungstechnisch überhaupt keinen Sinn. Niemand sollte die Bevölkerung unnötig verunsichern“, sagte der FDP-Verkehrspolitiker, der sich vor allem mit Infrastrukturprojekten in der Region Karlsruhe beschäftigt. Er appellierte an alle Mandats- und Entscheidungsträger in der Region, sich nun endlich über die zukünftige Verkehrsplanung abzustimmen und an einen Tisch zu setzen. „„Gespenster-Planungsdebatte“ um Umgehungsstraßen der B35/B294 sofort beenden“ weiterlesen

Rheinbrücke, besser abgestimmte Planungen und Lärmschutz

Über den Bundesverkehrswegeplan 2030 debattierte am 6. Juli 2016 auch die Regionalversammlung Mittlerer Oberrhein in Liedolsheim. Dabei sprach zuerst der Abteilungsleiter Jürgen Skarke (Abteilung 4 – Straßenwesen und Verkehr) des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Er führte aus, dass mit dem bisherigen Personalbestand und fehlenden Ingenieursmitteln die gelisteten Verkehrsprojekte im RP Karlsruhe (Nordbaden) nur zu einem Drittel geplant und verwirklicht werden könnten.  69 % der zur Verfügung stehenden Mittel (bisher 56 %) gingen in den Erhalt der Verkehrs-Infrastruktur.

In der anschließenden Diskussion nahm ich für die Fraktion der FDP/GfK Stellung. Grundsätzlich begrüßen wir den Bundesverkehrswegeplan 2030. Viele uns wichtige Projekte sind allerdings im Detail planerisch noch nicht ausgereift und nur „Willensbekundungen“. So fehlt zum Beispiel auf der Achse Bruchsal  – Bretten – Bauschlott/Neulingen – Pforzheim (B35/B294) eine abgestimmte und übergreifende Planung bei den Bundesstraßen-Umgehungsmaßnahmen durch die Landes- und Bundesregierung. Nicht nur an diesem Beispiel vermisse ich das klare Signal und politische Bekenntnis, dass wir in der Region Karlsruhe sehr wichtige nationale und europäische Verkehrstrassen haben und es deshalb im „nationalen Interesse“ sein muss, die bestehenden Verkehrsprobleme zu lösen.

Die 2. Rheinbrücke in Karlsruhe muss für uns so rasch wie möglich gebaut werden und auch bei der Planung sofort an die B36 angeschlossen werden. Besonders wichtig ist uns ebenso der Lärmschutz neben Straßen- und Schienenprojekten. Das Beispiel „Mutschelbach“ (Gemeinde Karlsbad) zeigt für mich deutlich, wie durch Fehlplanungen beim A8-Ausbau die gesundheitsschädliche Lärmbelastung für die Bevölkerung noch verstärkt wurde. Hier muss es zu einer schnellen Nachbesserung kommen!